
Strahlende Gesichter, festliche Outfits und ein Hauch von Aufregung erfüllten die Stadthalle Neusäß, als sich die Absolventinnen und Absolventen der Realschule Neusäß zur feierlichen Zeugnisvergabe versammelten. Für 108 Schülerinnen und Schüler markierte der Abend den Abschluss ihrer Realschulzeit und zugleich den Aufbruch in einen neuen Lebensabschnitt. 22 junge Leute konnten sich über eine Abschlussnote mit einer Eins vor dem Komma freuen.
Die Organisatorinnen Christine Bauer und
Chiara Sonnleitner hatten die Stadthalle in eine stilvolle Feierlocation verwandelt. Musikalisch umrahmt wurde der Abend von der Bandklasse unter der Leitung von Jörg Weinmüller, die nicht nur mit dem Schulsong der RSN begeisterte, sondern auch mit Klassikern wie „Altes Fieber“ von den Toten Hosen und „Sweet Child O’ Mine“ von Guns N’Roses für Stimmung sorgte. Ein besonderer Gänsehautmoment war der Auftritt von Absolventin Eva Tinnesz, die gemeinsam mit Schulleiter Marcus Langguth an der Akustikgitarre, Jörg Weinmüller am Bass und Eva Rüth als Backgroundsängerin den ABBA-Song „Slipping through my fingers“ performte.
Unter den Ehrengästen befanden sich auch in diesem Jahr wieder zahlreiche Vertreter aus Politik und Schule. Der stellvertretende Landrat Hubert Kraus betonte, wie prägend die Schulzeit mit all ihrem Miteinander sei und wie wichtig es sei, diese Erfahrungen auch für eine solidarische Gesellschaft der Zukunft mitzunehmen. Das Realschulzeugnis bezeichnete er nicht nur als Beweis für ein erreichtes Ziel, sondern als Chance, weitere Ziele anzugehen. Rückschläge gehörten dabei zum Leben dazu, wichtiger sei es, die eigenen Talente immer weiterzuentwickeln. Die stellvertretende Neusässer Bürgermeisterin Susanne Höhnle griff diesen Gedanken auf und zitierte Nelson Mandela: „Bildung ist die beste Waffe, um die Welt zu verändern.“ Sie wünschte sich, dass die Absolventinnen und Absolventen ihren Weg in eine offene und demokratische Gesellschaft aktiv mitgestalten.
![]() |
![]() |
Elternbeiratsvorsitzende Simone Rabas blickte in ihrer Rede mit etwas Wehmut, aber auch viel Freude auf die vergangenen Schuljahre zurück. Schule sei weit mehr als ein Lernort: Hier wachse man, nicht nur äußerlich, sondern vor allem innerlich. Als Beispiel erinnerte sie an den Spendenlauf, bei dem viele Schüler über sich hinausgewachsen seien. Sie ermutigte die Absolventinnen und Absolventen, die Autoren ihres eigenen Lebens zu sein – mit Solidarität, Mitgefühl und Engagement als zentrale Werte.
Emotional wurde es auch bei den Worten der Schülersprecherin Lejla Midjan (10C). Sie ließ sechs aufregende Schuljahre Revue passieren, die leider auch von Corona überschattet waren: eine Zeit, in der vieles verpasst wurde, das sich nicht zurückholen lässt. Umso surrealer sei es nun, das Abschlusszeugnis in Händen zu halten. Doch dieser Abend sei auch ein Moment des Aufbruchs – in einen neuen Lebensabschnitt voller Möglichkeiten.
Höhepunkt der Feier war die Zeugnisübergabe und die Ehrung der Besten: 22 Absolventinnen und Absolventen von insgesamt 108 erreichten einen Notendurchschnitt mit einer Eins vor dem Komma. Die Jahrgangsbesten sind Letizia Simon und Sophie Sträb (beide 10C, Schnitt 1,09) sowie Eva Tinnesz (10C, Schnitt 1,18). Bei Sekt, kleinen Köstlichkeiten und vielen Gesprächen fand der Abend schließlich seinen Ausklang, bevor Absolventen, Familien und Lehrkräfte die Tanzfläche eroberten und bis in die späten Abendstunden gemeinsam feierten.
Andreas Thomik
Hier noch weitere Bilder der Abschlussfeier (zum Vergrößern klicken):









